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- Thomasius Club mit Larissa Schüller am 22. April 2026: Das Telefon kam wie ein Paukenschlag in die Welt. Ab 1900 eröffnete es völlig neue Möglichkeiten, über weite Distanzen hinweg miteinander zu sprechen und Informationen auszutauschen. Doch die Verbindungen zwischen Menschen und den national organisierten Telefonnetzen wurden noch von Hand hergestellt – meist von jungen Frauen. Als Telefonistinnen verbanden sie nicht nur Gesprächspartner und -partnerinnen miteinander. Sie regulierten, optimierten und stabilisierten ein komplexes Dreieck aus Sprache, Technik und Menschen. Die Telefonzentrale wurde zu einem Experimentierfeld: ein Ort, an dem ein pragmatisches Verständnis von Sprache, Kommunikation und menschlicher Interaktion entwickelt wurde. Der Thomasius Club fragt bei Larissa Schüller – Autorin des Buches „Kommunikationsarbeit in Telefonzentralen“– nach, wie diese Frauen der Vermittlung unsere Kommunikationswelt geprägt haben und wie ihre Arbeit bis heute nachwirkt.
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/thomasius_club_frauen_in_den_schaltzentralen - Eine Demokratie, die nach einer tödlichen Pandemie mit vielfältigen Krisenphänomenen konfrontiert ist und ihren Platz in einer von massiven globalen Umbrüchen gekennzeichneten Welt sucht — diese Beschreibung der Weimarer Republik klingt aus heutiger Sicht recht vertraut. Der Vortrag diskutiert die Auseinandersetzung der Weimarer Republik mit der ersten Krise der Globalisierung nach dem Ersten Weltkrieg. Dabei geht es auch um die globalen Bedingungsfaktoren der Zerstörung der Demokratie und des Aufstiegs des Nationalsozialismus. Gleichzeitig verweist der Vortrag aber auf durchaus existierende alternative Reaktionen auf die vielfältigen Krisenphänomene der Zwischenkriegszeit. Weimars Kollaps und der Triumph der rechtsradikalen Kräfte war demnach keinesfalls unvermeidbar — auch darin liegt eine der Lehren Weimars für unsere Gegenwart.
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_weimar_globalisierung_biess - Warum stellten die Künstler aus Renaissance und Barock sich so oft als Zielscheibe des Neides dar? In ihrem Buch „Neid“ hinterfragt die Kunsthistorikerin Dr. Jana Graul (Universität Hamburg) die geläufige Idee, sie seien dem Laster besonders verfallen gewesen und legt die rhetorischen Strategien ihrer Neidklagen offen. Im Gespräch mit Kunsthistoriker Prof. Dr. Wolf-Dietrich Löhr (Universität Hamburg) diskutiert sie den individuellen künstlerischen Umgang im Konflikt mit anderen, aber auch: Welche konstruktiven Konkurrenzen, Kollaborationen und Netzwerke stehen den kämpferischen Szenarien gegenüber? Wie prägt eine auf Fortschritt ausgerichtete Konzeption von Wettstreit unseren Kanon der Kunstgeschichte?
Eine Diskussion beim Salon Sophie Charlotte 2026 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (17.01.2026)
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/salon_sc_2026_neid_und_wettstreit - Sportereignisse schaffen immer wieder gemeinschaftsstiftende Erlebnisse und Begegnungen, die lange im Gedächtnis bleiben. Gleichzeitig ist der Sport kein Allheilmittel: Bisweilen macht er bestehende Bruchlinien und gesellschaftliche Spaltungen besonders sichtbar, immer wieder wird er politisch instrumentalisiert. Worin besteht also die Faszination des Sports? Wie alt ist sie und wie gelingt es dem Sport sich immer wieder gegenüber politischen, wirtschaftlichen oder religiösen Logiken zu behaupten? Darüber haben wir mit dem Althistoriker und Experten für die Geschichte des antiken Sports Prof. Dr. Christian Mann (Universität Mannheim) gesprochen: eine Tour de Force durch die Sportgeschichte – vom Sport im antiken Griechenland bis zu den globalen Sportevents der Gegenwart.
Diese Podcastfolge wurde im Rahmen des Jubiläumsfestes zum 50jährigen Bestehen der Gerda Henkel Stiftung am 18. Juni 2026 vor Publikum aufgezeichnet.
Der Experte: Prof. Dr. Christian Mann ist Lehrstuhlinhaber für Alte Geschichte an der Universität Mannheim. Christian Mann erforscht die griechische und römische Geschichte in ihren langen Traditionslinien, die bis zur heutigen Gesellschaft reichen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen neben der Geschichte der antiken Demokratie und Demagogie seit langem die antike Sportgeschichte. Auf diesem Gebiet veröffentlichte er zuletzt die Monographie „Griechische Athleten. Eine Sozialgeschichte“ (2025), die im Rahmen eines Opus Magnum-Stipendiums der VolkswagenStiftung entstanden ist. Seit 2022 ist Christian Mann Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Gerda Henkel Stiftung.
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_faszination_sport
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