38 Grad. Das ist die Zahl, die durch diese Folge zieht wie der Schweiß durch jedes Trainershirt der Liga. Erst meldet sie die WSG aus Innsbruck, dann Rapid aus Hütteldorf, dann noch mal Sturm, dann der WAC — als hätten sich alle zwölf Vereine auf ein gemeinsames Pressestatement geeinigt. Die Bundesliga schwitzt sich durch ihren Testspielsommer, und Fabio und Peter sitzen selbst im Studio in einer Sauna, die sie erst ganz am Ende offiziell für eröffnet erklären. Genau diese Hitze ist es auch, die das ÖFB-Team eine Halbzeit lang lähmt, bevor sie kippt — Richtung Algerien, kurz vor Schluss, in der hitzigsten Phase des ganzen Abends. Konrad Laimer rennt da längst auf seiner gefühlt siebten Position, weil rechts wie links die Außenbahnen einfach durchlässig sind wie ein Tor ohne Verriegelung. Und dann, eine Minute nach seiner Einwechslung, dreht Sasa Kalajdzić die Temperatur noch einmal hoch: Kopfball in den Strafraum von Gregoritsch, Abschluss, Tor. Schon beim Achtelfinale gegen Italien war es sein Name gewesen, der zählte, wenn's drauf ankam. Manche Spieler verdienen sich das Prädikat Weltklasse mit Statistik. Kalajdzić verdient es sich mit Timing — und der Podcast gönnt ihm das nach allem an Verletzungen und Rückschlägen besonders.
Dann kühlt die Folge konsequent wieder ab und zurück zur eigentlichen Sache: der Bundesliga, mitten in ihrer eigenen Gluthitze. Die WSG verliert 4:0 gegen Qarabag, holt sich aber mit Salko Hamzić einen jungen Torhüter aus Salzburgs Talentschmiede. Ried rotiert kräftig, kassiert prominenten Sommer-Zuwachs in Form von Stefan Schwab — Gas or Trash widmet sich dem Rapid-Ex-Kapitän, der in Kiel zum Sündenbock wurde und jetzt zurückkommt, wo es ihm immer schon am leichtesten fiel. Rapid selbst gewinnt 4:1 gegen einen Gegner, den ausgerechnet ein eigenes Urgestein trainiert, und verabschiedet im selben Atemzug den langjährigen Trainer Patrick Jovanovic. Sturm testet gegen Mura, Salzburg schießt sich mit 5:0 warm, der WAC bleibt makellos — als würde die ganze Liga im Gleichschritt schwitzen, bevor der Ernst losgeht.
Am Ende, wenn das Studio endgültig zur Sauna wird und selbst die Hosts kapitulieren, wartet noch das Orakel: ein Stürmer mit Stationen quer durch Österreich und Deutschland, der heute keine Tore mehr schießt, sondern Schmerzen lindert — als Therapeut in Eisenstadt. Simon Terodde gefällt das.
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