Am 22. Juli 2016 ermordete der 18jährige David Sonboly neun Menschen – fast alle Jugendliche. Sämtliche Opfer waren nichtdeutscher Herkunft – Türken, Araber, Sinti. Die Tatwaffe stammt aus dem Darkweb, aus einem Netz von Neonazis, Reichsbürgern, Kriminellen. Und genau gegen den König des Darkweb gibt es jetzt einen Prozess
#05 OEZ - Wut und Trauer
Neun Menschen starben bei dem Amok-Anschlag des David Sonboly. Acht von ihnen waren noch Jugendliche. Die Familien kommen darüber nie hinweg. Über die Schicksale von Menschen, deren Leben nicht wieder ins Lot kommt. Und wie es im Prozess gegen den Waffendealer Philipp K. hoch her ging. Angehörige drohten, den Angeklagten zu richten, wenn der Staat versage. Über den Abschluss eines Verbrechens, der keiner ist.
#04 OEZ - Der Dealer
Im geheimen dunklen Internet war Philipp K. eine feste Größe. Er redete nicht nur über Waffen, sondern lieferte wirklich. Von ihm hatte der Münchner Amokschütze seine Glock 17. Mit ihm teilte er seine politischen Ansichten. Am Ende ging er einem verdeckten Ermittler ins Netz – demselben, den der Amokschütze auch schon nach einer Mordwaffe gefragt hatte.
#03 OEZ - Ali, der sich David nannte
Woher eine scharfe Waffe besorgen? Einer der ersten, die David Sonboly nach einer Pistole fragte, war ausgerechnet ein verdeckter Zollfahnder – über ein Jahr vor seinen Morden am OEZ. Wie er in dieser Zeit lebte, was ihn mit dem Terroristen Anders Breivik verbindet, warum er nach Winnenden reiste, wie er am Ende doch an eine Waffe kam.
#02 OEZ - 22. Juli 2016
Um 17.51 eröffnet der Amokschütze das Feuer. Zweieinhalb Stunden später nimmt er sich selber das Leben – und eine Antenne-Bayern-Reporterin wird Ohrenzeugin. Wir rekonstruieren diesen Tag, der ganz München ins Chaos stürzt, anhand zahlreicher Zeugenaussagen und Aktenfunde.